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Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Wie Sie das Vertrauen in Impfungen an Ihrem Arbeitsplatz stärken

Impfstoffe werden in erster Linie entwickelt, um den Einzelnen vor den schwächenden und manchmal tödlichen Folgen übertragbarer Krankheiten zu schützen. Dennoch sind nicht alle Menschen dieser Ansicht, was zu Impfskepsis und Ablehnung führt.

Heutzutage ist die Wiederherstellung des Vertrauens in Impfungen von entscheidender Bedeutung, insbesondere da die Welt mit einer globalen Pandemie konfrontiert ist, die Millionen von Menschenleben gefordert hat. Angesichts der weltweit steigenden Infektionszahlen sind staatliche und private Einrichtungen, wie etwa Unternehmen, angehalten, ihre Impfkampagnen zu verstärken, um das Ansteckungsrisiko zu senken.

Am Arbeitsplatz müssen Arbeitgeber das Vertrauen der Mitarbeiter stärken, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. Doch zunächst sollten Sie verstehen, was dieses Konzept bedeutet.

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Was ist Impfvertrauen?

Definitionsgemäss bezeichnet das Impfvertrauen den Zustand, in dem alle Beteiligten und die Öffentlichkeit uneingeschränkt jedem Prozess und den beteiligten Akteuren in den Phasen vor und nach der Impfung vertrauen. Dies schliesst das allgemeine Vertrauen in die Wirksamkeit der empfohlenen Schutzimpfungen, der Impfanbieter und -verabreichenden sowie in die Abläufe bei der Entwicklung, Zulassung, Autorisierung und Empfehlung von Impfstoffen ein.

Warum ist Vertrauen in Impfungen so wichtig?

Wenn Menschen volles Vertrauen in eine Schutzimpfung haben, löst dies eine Kettenreaktion aus. Das uneingeschränkte Vertrauen in Impfstoffe ist entscheidend für das Erreichen einer Herdenimmunität, die erst dann gegeben ist, wenn die Bevölkerung vor einer Infektionskrankheit geschützt ist.

Wenn der Grossteil der Bevölkerung geimpft ist, bedeutet dies einen indirekten Schutz für diejenigen, die nicht geimpft sind, was dazu beiträgt, Infektionen zu minimieren. Dieses Phänomen hat dazu beigetragen, das Auftreten von Polio, Masern und Windpocken weltweit drastisch zu reduzieren, vor allem in den Industrieländern.

Im Arbeitsumfeld ist das nicht viel anders, wo die Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter in der Verantwortung jedes Arbeitgebers liegt. Wenn die Belegschaft geimpft ist, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie das Virus an ihre Familien, Kollegen und andere Menschen, mit denen sie in Kontakt kommen, übertragen. Anmeldesysteme am Arbeitsplatzkönnen eine zusätzliche Sicherheitsebene bieten, indem sie Besucher bitten, beim Betreten des Unternehmens einen gültigen Impfnachweis vorzulegen.

Ebenso sollten Mitarbeiter nicht zu Impfungen gezwungen werden. Vielmehr sollte es eine freiwillige Entscheidung sein. Im Folgenden finden Sie einige Vorschläge, wie Sie das Impfvertrauen am Arbeitsplatz stärken können:

1. Finden Sie die Gründe für Impfskepsis heraus

Es gibt viele Gründe für Impfskepsis. Ein Hauptargument hat möglicherweise mit der Wirksamkeit des Impfstoffs und potenziellen Nebenwirkungen zu tun. So wurde beispielsweise angenommen, dass Impfungen bei Kindern Autismus verursachen – ein Irrglaube, der inzwischen von den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) widerlegt wurde.

Ebenso wurde behauptet, die Grippeschutzimpfung stehe mit einem erhöhten Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom in Verbindung, einer Erkrankung, bei der das Immunsystem die Nervenzellen angreift. In den Vereinigten Staaten entwickeln bis zu 6'000 Menschen diese rätselhafte Krankheit, wobei die meisten sich wieder erholen. Die CDC untersucht nach wie vor den genauen Zusammenhang zwischen den beiden Faktoren, wobei in einer bestimmten Saison bis zu 2 Fälle der Erkrankung pro 1 Million Grippeschutzimpfungen auftreten.

Abgesehen von potenziellen Nebenwirkungen haben sich bisweilen Verschwörungstheorien gebildet, und es ist Aufgabe von Regierung und Arbeitgebern, diese Missverständnisse zu widerlegen. Starten Sie im Büro eine zwanglose Umfrage oder Diskussion, um zu erfahren, wie die Mitarbeiter zum Thema Impfen stehen.

2. Bieten Sie eine Plattform für passendeAntworten

Eine der besten Methoden, um Falschinformationen den Nährboden zu entziehen und Impfskepsis zu verringern, besteht darin, Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, unvoreingenommen Fragen zu stellen. Auf diese Weise können sie frei über alles sprechen, einschliesslich ihrer Ängste und Bedenken. Hier ist, was Sie tun können:

  • Laden Sie einen medizinischen Experten ein: Wenn Ihr Unternehmen über ausreichende Ressourcen verfügt, lassen Sie ein Treffen zwischen den Mitarbeitern und einem medizinischen Experten ansetzen, um diese Themen zu besprechen.
  • Stellen Sie korrekte und aktuelle Informationen bereit: Sorgen Sie andernfalls für stets aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen, Informationsmaterial und Neuigkeiten zum Impfstoff. Sie können sogar über die Nebenwirkungen der COVID-19-Impfung informieren und dabei auch aufzeigen, welche Massnahmen die Behörden ergriffen haben, um ähnliche Situationen zu verhindern. Teilen Sie nur Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen, darunter staatliche Gesundheitsämter sowie internationale und lokale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das CDC.

Einige Mitarbeiter sind vielleicht bereits geimpft, während andere ihre Fragen klar beantwortet haben möchten. Indem das Management auf Fragen eingeht und sich die Zeit nimmt, auf Bedenken zu hören, kann es den Mitarbeitern helfen, Missverständnisse abzubauen und genügend Vertrauen für die Impfung aufzubauen.

3. Holen Sie Feedback zum Aufbau des Impfvertrauens ein

Um zu erfahren, welche Schritte Ihr Unternehmen unternehmen muss, um das Vertrauen in Impfungen zu stärken, sollten Sie Ihre Mitarbeiter um Feedback bitten. Organisieren Sie ein Treffen mit Mitarbeitern aus verschiedenen Hierarchieebenen, um herauszufinden, wie das Vertrauen in den Impfprozess gesteigert werden kann.

Das CDC hat ein Toolkit zur COVID-19-Impfkommunikation für Gesundheitsexperten in den meisten Bereichen, einschliesslich des Arbeitsplatzes, herausgegeben. Sie können dies als Referenz für Ihre Kampagne und den Umgang mit Mitarbeitern nutzen.

Obwohl diese Referenzen hilfreich sind, passen sie möglicherweise nicht zu Ihrem Geschäftsmodell und Ihrer Situation. Stellen Sie daher stets sicher, dass Ihre Vorschläge auf Ihren Arbeitsplatz zugeschnitten sind.

4. Unterstützen und feiern Sie diejenigen, die sich impfen lassen

Als Arbeitgeber können Sie den Zugang zu dieser krankheitsvorbeugenden Massnahme erleichtern und unterstützende Richtlinien für Impfungen im Büro einführen. Hier sind einige Massnahmen, die Sie ergreifen können:

  • Laden Sie medizinisches Personal für Impfungen direkt ins Unternehmen ein.
  • Falls dies nicht möglich ist, wählen Sie einen Ort, der Ihrem Büro am nächsten liegt.
  • Stellen Sie einen Transportdienst für Ihre Mitarbeiter zum und vom Impfort bereit.
  • Organisieren Sie ein kostenloses Mittagessen oder Snacks für Ihre Mitarbeiter.
  • Bieten Sie ein bis zwei Tage bezahlten Sonderurlaub für Mitarbeiter an, die nach der Impfung starke Symptome zeigen.
  • Übernehmen Sie bei Bedarf die Kosten für deren Gesundheitscheck.

Erwägen Sie, Ihren Mitarbeitern nach der Impfung eine kleine Aufmerksamkeit zu schenken. Dies können Stifte, T-Shirts oder andere Werbeartikel mit der Aufschrift „Ich bin geimpft“ oder Ähnlichem sein. Sie müssen dafür nicht viel ausgeben. Eine Glückwunschkarte, ein kleines Beisammensein oder Geschenkgutscheine können an Mitarbeiter überreicht werden, die ihre Dosen erhalten haben.

Hol Sie die Erlaubnis Ihrer Mitarbeiter ein, Fotos und Videos von ihrer Impfung auf der Firmenwebsite, in sozialen Medien oder auch nur am Schwarzen Brett im Büro veröffentlichen zu dürfen.

Fazit

Ihre Mitarbeiter nutzen öffentliche Verkehrsmittel und bewegen sich in öffentlichen Räumen außerhalb des Büros, wodurch sie besonders anfällig für Infektionskrankheiten wie COVID-19 sind. Bereiche mit hohem Impfvertrauen können dazu führen, dass sich mehr Menschen impfen lassen, was im Hinblick auf die aktuelle Pandemie zur Eindämmung von Infektionen beitragen kann.

Das Vertrauen der Mitarbeiter in Impfungen ist nicht nur für die Erhaltung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz von entscheidender Bedeutung, sondern vor allem für die gesamte Gemeinschaft. Wenn Ihre gesamte Belegschaft geimpft ist, sind auch Kunden und Geschäftspartner eher bereit, mit Ihnen Geschäfte zu machen.